Studierende sind erwachsene Menschen und eigenverantwortlich für ihren Studienerfolg. Hochschulen sollen Wissen vermitteln, wissenschaftliches Arbeiten fördern und eigenständiges Denken ermöglichen, nicht die physische Anwesenheit in Lehrveranstaltungen zum Selbstzweck erheben. Der akademische Erfolg muss sich an Leistung und Lernergebnissen messen lassen, nicht an bloßer Anwesenheit.
Die Jungen Liberalen Mittelfranken fordern, verpflichtende Anwesenheitsregelungen an Hochschulen grundsätzlich abzuschaffen.
Eine Teilnahmeverpflichtung darf nur dann vorgesehen werden, wenn Lehrinhalte ohne persönliche Anwesenheit nicht sinnvoll vermittelt oder erbracht werden können, insbesondere bei Laborveranstaltungen, klinischen Übungen, Exkursionen oder vergleichbaren Formaten. In allen übrigen Lehrveranstaltungen muss es Studierenden freistehen, selbst über ihre Teilnahme zu entscheiden. Studienleistungen sind durch Prüfungen, Leistungsnachweise und inhaltliche Mitarbeit zu bewerten, nicht durch physische Präsenz.
Pauschale Anwesenheitspflichten widersprechen einem freiheitlichen Hochschulverständnis. Moderne Lehrformate und flexible Studiengestaltung ermöglichen individuelle Lernwege auch ohne starre Präsenzvorgaben.